PRAG – PILSEN – REGENSBURG

FOTOAUSTELLUNG

Ausstellungsdauer: 08. – 24.05.2022
Salzstadel, Weiße-Lamm-Gasse 1

PRAG – PILSEN – REGENSBURG
Jakobswege und europäische Identität

Die Ausstellung im Besucherzentrum Welterbe Regensburg im Salzstadel an der Steinernen Brücke ist bis zum 25. Mai zu sehen. Aus Platzgründen ist die Teilnehmerzahl bei der Eröffnung am Sonntag, 8. Mai um 17 Uhr beschränkt. Die Veranstaltung wird aber online übertagen. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Klaus Herbers zum Thema: „Santiago und die Pilgerfahrten nach Compostela – Globalisierung im Zeichen der Muschel“. Grußworte sprechen der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und der Bischof von Pilsen Tomáš Holub. Oberbürgermeisterin Gertrud Malz-Schwarzfischer begrüßt im Namen der Stadt Regensburg.   

Nähere Informationen und Anmeldung zu allen Veranstaltungen unter www.keb-regensburg.de/jakobsweg 

Der Jakobsweg verbindet Europa. Das zeigt nicht nur das beeindruckende Netz der Jakobswege im Mittelalter. Auch in den letzten Jahrzehnten sind diese Wege eine Verbindung von Menschen aus ganz Europa, ja der ganzen Welt geworden. So wurde der Jakobsweg 1987 vom Europarat zur „Ersten Europäischen Kulturstraße“ ernannt und besteht seit über einem Jahrtausend als lebendiger Ausdruck europäischer Identität. Die Ausstellung zeigt Teile des Jakobsweges in Böhmen und Ostbayern, die im breiten Bewusstsein nicht so präsent sind. Gerade diese Strecken von Prag und Pilsen nach Regensburg führen durch den ehemaligen „Eisernen Vorhang“ und erinnern an jahrhundertealte vielfältige Verbindungen, die von dort aus jäh durchtrennt wurden. Seit 1989 sind alte Verbindungen zwischen Pilsen und Regensburg wieder aufgelebt. Neue Beziehungen sind entstanden, wie z. B. Partnerschaften zwischen beiden Städten, Bistümern, Universitäten und deren spanischen Kulturzentren. 2004 wurde der Ostbayerische Jakobsweg vom Grenzübergang Eschlkam/Všeruby bis nach Donauwörth durch die Fränkische St. Jakobusgesellschaft markiert. Die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg arbeitet grenzüberschreitend bei ihren begleiteten Pilgerwanderungen auf dem Jakobsweg eng mit der tschechischen Jakobsweggesellschaft „Ultreia“ zusammen, die den Weg von Prag bis zur Grenze markiert hat. Einzelpilger sowie Pilgergruppen aus beiden Ländern machen sich diesseits und jenseits der Grenze immer wieder auf den Weg.

Impressionen europäischer Begegnungen
Viele Bilder der Ausstellung sind auf deutsch-tschechischen Wanderungen von Prag nach Regensburg anlässlich des Katholikentages 2014 in Regensburg entstanden. Als Pilsen 2015 Europäische Kulturhauptstadt war, begab sich im selben Jahr auf Initiative des Festival cinEScultura eine Gruppe von Tschechen, Spaniern und Deutschen auf den alten Jakobsweg von Pilsen nach Kdyně. Ein dreisprachiges Buch mit dem Titel der Ausstellung rundet das Projekt ab. Die 40 Bilder der Ausstellung stammen von Gerald Richter, Thomas P. Widmann, Michael Jaumann und Gregor Tautz. Der Termin der Ausstellung wurde bewusst nahe an den Europatag und das Datum des Endes des Zweiten Weltkrieges gelegt, um den europaweit völkerverbindenden Weg der kriegerischen Vergangenheit entgegenzusetzen

 Die entsetzliche aktuelle Entwicklung zeigt, wie notwendig die Idee eines friedlichen Miteinanders in Europa ist.

 

KONZERT

08.05. / 15:30 Uhr
Schottenkirche St. Jakob, Jakobstraße 3
Eintritt frei, Spenden sind willkommen

DER WEG IST DAS ZIEL … Musik zum Jakobsweg
Jean-Claude Benazet und ENTRE dos MARES

 

ENTRE dos MARES haben ihr Konzertprogramm mit Bildern des Camino de Santiago seit ihrer ersten Präsentation im Jakobsjahr „Jacobeo“ 1993 auf wichtigen Stationen des Jakobsweges in Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien und Deutschland aufgeführt. Nun präsentieren José Ignacio H. Toquero (Spanien), Gabriel C. Hernández Westpfahl (Deutschland) zusammen mit Jean-Claude Benazet (Frankreich) ihr Programm in Regensburg anlässlich des Jakobsjahres 2022.

 

 

STUDIENTAG

09.05. / 9:00 bis 12:15 und 13:30 bis 18:30 Uhr, mit Pausen
Bischöfliches Priesterseminar, Bismarckplatz 2
Eintritt frei, Spenden sind willkommen

Jakobsweg und europäische Identität

 Den Studientag am Montag, 9. Mai 2022, eröffnet der international bekannte Mittelalterforscher und Jakobswegspezialist Prof. Dr. Klaus Herbers (Erlangen) mit dem Thema: "Jerusalem - Spanien - Europa. Die vielen Facetten eines universalen Heiligenkultes“.  Weitere Referenten sind Prof. Dr. Fernando López Alsina (Santiago de Compostela), Dr. Herman Reidel (Regensburg), der Kunstgeschichtler Prof. Dr. Albert Dietl (Regensburg), der Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Harald Buchinger (Regensburg), Emil Mendyk von der polnischen Jakobswegorganisation und Prof. Dr. Javier Gómez Montero (Kiel).  Sowohl für die Teilnahme vor Ort als auch für die Online-Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.