Preise cinEScultura 2021

9. Kurzfilmpreis cinEScultura

JUROR:INNEN: Erik Grun, Yolanda Hernández Esponda, Markus Prasse

Für uns, die Jury der Kurzfilme bei cinEScultura IX waren die meisten der in ihrer Gesamtheit qualitativ sehr hochwertigen Filme in einem Themenkomplex angesiedelt, der sich mit Fragen der Selbstfindung, der Selbstverwirklichung, der Selbstbehauptung auseinandersetzt, des „wer bin ich“ und „wie kann ich ich sein“ in einer oftmals nicht mehr selbstbestimmt zu erlebenden oder zu gestaltenden Umgebung. Die gestalterischen und erzählerischen Mittel dazu waren höchst unterschiedlich - die Ergebnisse spannend und für uns als Jury im Vergleich nicht einfach zu bewerten. Zwei Filme sind für uns im Konsens letztlich herausgestochen.

Eine lobende Erwähnung möchten wir vergeben an VICTORIA von Daniel Toledo Saura, eine in Blumen verhüllte Geschichte über ein Coming-Out und eine erste Begegnung, die eigentlich keine ist. Eine wunderbare Szene, abgerundet mit der Metapher einer Blume, die, wie wir Menschen auch, zur Verwandlung fähig ist.



Auszeichnen möchten wir einen gleichermaßen zauberhaften wie vollkommen unberechenbaren Film, der mit seiner fast schon radikalen Reduktion auf das bildlich und inhaltlich Wesentliche, mit seiner dokumentarischen Anmutung, mit der nur in Andeutungen erzählten Geschichte zweier höchst unterschiedlicher Frauen respektive Frauenschicksale, die sich finden und so aus zwei Welten eine erschaffen, dann doch so viel mehr aussagt als so manche glatte Inszenierung. Ein ehrlicher Film, der, wenn man genau hinschaut und hinhört, auch mal wehtun darf. Der uns sehr berührt hat, zum Nachdenken gebracht hat, um uns am Ende dann doch ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, wenn GNIELE TANZT. Wir freuen uns, den neunten cinEScultura Preis für den Besten Kurzfilm an GNIELE BAILA von Ana Izarzugaza vergeben zu können.


Juror:innen.


Yolanda Hernández Esponda / Erik Grun / Markus Prasse

III. Ópera Prima Preis der Stadt Regensburg

JUROR:INNEN: Ivet Castelo, Luis Prada und Christiane Schleindl

Wir waren sehr erfreut, dass das Programm sehr abwechslungsreich war mit komödiantischen und dramatischen Geschichten. Vor allem mit sehr starken Frauenfiguren. Spannend fanden wir auch sehr, dass Spanien in seiner gesamten Vielfalt zu sehen war, seinen unterschiedlichen Regionen, Sprachen, den Kontrasten zwischen Land und Stadt, den Traditionen und der Suche nach der persönlichen Freiheit, die für uns vor allem im Gewinnerfilm gezeigt wird.

 

Lobende Erwähnung:

Es ist vor allem der Mut, der die Jury beeindruckt hat. Sich in diesen Zeiten einem so wichtigen aber sehr schwierigen Thema zu stellen. Hier wird die Geschichte einer obdachlosen Mutter gezeigt, die während des ganzen Films kämpfen muss und am Ende genau dadurch zu einer neuen Beziehung zu ihrer Tochter aber auch ihrer Mutter findet.

 

Eine Lobende Erwähnung vergibt die Jury dieses Jahr an den Film: Ama von Julia de Paz Sovas.

 

Wir gratulieren der Regisseurin  und ihrem Team.

 

Gewinner der Opera Prima:

 

Das Dorfleben, das die 15-jährige Lis erlebt zeigt sich nicht von ihrer idyllischen, sondern bedrückenden Seite. Der Film nimmt die Perspektive der Haupttdarstellerin auf so eindrückliche Weise ein, dass die Zuschauer förmlich miterleben wie der Druck der konservativen Dorfgemeinschaft auf ihre Entwicklung Einfluss nimmt und was es für sie bedeutet, sich daraus zu befreien. Das wunderbare an diesem Film ist auch wie einzigartig das Zusammenspiel zwischen professionellen und nicht- professionellen Darstellern und Darstellerinnen funktioniert. Die is vor allem der großartigem Hauptdarstellerin aber auch der Regisseurin zu verdanken. Wir gratulieren sehr herzlichen und danken für diesen wunderbaren Film.

 

Der Gewinner  der Sektion Opera Prima in diesem Jahr ist: La Inocencia von Lucía Alemany.

 

 

II. CIMA-Preis zur besten Regisseurin

JUROR:INNEN:Alexa Portillo y María Castejón

Der Preis geht an Lucia Alemany für Die Unschuld /La Inocencia, einen mutigen und sehr ehrlichen Film.

Die Regisseurin stellt die junge Protagonistin als Persönlichkeit mit vielen Kontrasten dar: Sie ist zerbrechlich und gleichzeitig mutig, zauberhaft und rebellisch, eine junge Frau, die in der Lage ist, Fehler zu akzeptieren und in schwierigen Momenten mit unerwarteter Reife und Entschlossenheit zu handeln. Der Weg, den Lis beschreitet und ihre Entscheidungen haben auch eine potenzielle transformative Wirkung auf ihre Umgebung. Alle Charaktere entwickeln sich aus Lis´ Konflikt heraus, insbesondere diejenigen, die ihr am nächsten stehen, ihre Eltern.

Die Regisseurin zeigt, dass die jugendliche Energie eine transformierende Kraft hat und starke und gesunde affektive Bindungen enorm hilfreich sind, wenn es darum geht, Probleme zu bewältigen.

Die Arbeit von Lucía Alemany strahlt eine Frische und Spontaneität aus, die dadurch ermöglicht wird, dass die Regisseurin ihren Ansatz ganz konsequent verfolgt.

Die Unschuld erfüllt viele Richtlinien des Dekaloges von CIMA, denn es wird eine junge Frau gezeigt, die nicht nur die Handlung vorantreibt, sondern die durch ihre Entscheidungen die Entwicklung der Geschichte maßgeblich bestimmt. Ein energiegeladener Film, der zweifellos vielen Frauen Mut machen wird.

Publikumspreis 2021

Ihr habt gewählt! Und wir haben zwei Gewinner: El inconveniente und Chavalas!

Cine. «El Inconveniente». FICIE 2021 Ciclo Óperas Primas. Cines Odeón Elx –  VisitElche